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Von Visionen und Traditionen

Chronik übersicht
1949 Hannomag Holz 1953 Traktor Paul 1926 - 1946

Ein mutiger Schritt in ungewissen Zeiten

Die Geschichte der Firma Schmidt-Reisen hatte mit der Geschäftsidee des jungen Paul Schmidt begonnen. Damals sollte Bindow, idyllisch in unberührter Natur am Ziestsee gelegen, zum Naherholungsgebiet für die Berliner Bevölkerung ausgebaut werden. Paul Schmidt gründete mit seiner Frau Frieda 1926 einen kleinen privaten Taxibetrieb, mit der Absicht, Erholungssuchende zu chauffieren. Das Taxigeschäft lief aber nur schleppend an, denn nur Wenige konnten sich den Luxus einer Taxifahrt leisten. Bald transportierte das Fuhrunternehmen alles, was es zu transportieren gab - Personen, Kohlen und Kartoffeln. Anfang der 30-er Jahre, mit dem Bau der Autobahn, expandierte der kleine Fuhrbetrieb. Im August 1934 wurde der erste Sohn der Familie, Werner geboren. Ende der 30-er Jahre konnten Paul und Frieda Schmidt sechs LKW's und ein Traktor ihr Eigen nennen. Mit Beginn des II. Weltkrieges wendete sich das Blatt. Geschäftlich wurde der jungen Familie die Existenzgrundlage genommen, denn alle Fahrzeuge wurden damals von der Wehrmacht samt dem Fahrpersonal entschädigungslos eingezogen und auch Paul Schmidt mußte seinen Kriegsdienst leisten. Privat stellte sich ein freudiges Ereignis ein, Sohn Wolfgang wurde geboren.

1949 Hannomag Holz 1953 Traktor Paul 1946 - 1955

Die hoffnungsvollen Nachkriegsjahre

Im September 1946 kam Paul Schmidt aus der Kriegsgefangenschaft wieder nach Hause und musste mit seiner kleinen Familie noch einmal ganz von vorn beginnen. Das neue Fuhrunternehmen begann mit einem alten Traktor der Marke „Stock“, welcher bald durch den ersten LKW mit Holzvergaser ersetzt wurde. Neben Lohnfahrten, wie den Transport von Kohlen, Baustoffen und vielen anderen Materialien, wurden auch Personentransporte durchgeführt. Waldarbeiter mussten zu ihren Arbeitsstellen in die umliegenden Wälder gebracht werden. Der Materialtransport und der Personentransport waren jedoch nur mühsam unter einen Hut zu bekommen, denn der LKW musste ständig umgebaut werden. Sitzbänke rauf, Sitzbänke runter, eine schwere Arbeit, bei der auch Sohn Werner tatkräftig mit zupacken musste. Das sollte sich ändern, als 1952 der erste Bus Marke „Maibach“ gekauft werden konnte. Das Busunternehmen Schmidt war geboren. Im selben Jahr wurde die Konzession für einen kombinierten Berufs- und Linienverkehr erteilt. Der erste Linienverkehr von Bindow - über Senzig - nach Wildau brachte zwei Jahre lang Arbeiter zum VEB Schwermaschinenbau „ Heinrich Rau“. Ein zweiter Linienverkehr für die Strecke Königs Wusterhausen – Zernsdorf - Friedersdorf - Wolzig wurde bis 1990 zur Zufriedenheit der Fahrgäste durchgeführt. Für die Fahrt von Königs Wusterhausen nach Wolzig musste man damals 1,60 Mark bezahlen.

1949 Hannomag Holz 1953 Traktor Paul 1955- 1970

Mit Ideenreichtum und Einsatzbereitschaft

Ende der 50-er Jahre wurde der bis 2008 stattfindende Schülerverkehr der Schule Friedersdorf in Verbindung mit der Linie Wolzig übernommen. Die Genehmigung für die Durchführung eines Linienverkehres wurde nur ungern privaten Unternehmen erteilt, aber für die damaligen volkseigenen Betriebe war das Betreiben von Linienverkehren in jedes kleine Dorf der ländlichen Region nicht möglich. Es war eine schwere Zeit für die „Privaten“. Der Kauf eines gebrauchten Busses musste durch mehrere Instanzen, bishin zum Ministerium für Verkehr in Berlin beantragt werden. Ein „neuer“ Bus wurde nur als Ersatz für einen ausgesonderten Schrottbus genehmigt und wenn man Glück hatte, bekam man nach jahrelangem Warten einen neuen Gebrauchten. Viele Stunden harter Arbeit, viel Improvisation waren notwendig, um die veraltete Technik ständig betriebsbereit zu halten. Ende der 50-er Jahre konnte auf diesem Wege ein aus Regierungsbeständen ausgesonderter Mercedesbus MB 12 gekauft werden. Ein richtiges Schmuckstück, auf den die ganze Familie stolz war und der bis 1968 noch gute Dienste leistete. Mitte der 60-er Jahre stieg dann neben dem Bruder Werner auch der jüngere Sohn Wolfgang als Busfahrer mit ins elterliche Geschäft ein.

1949 Hannomag Holz 1953 Traktor Paul 1970- 1989

Ein Glück! Zu klein um „verstaatlicht” zu werden

Bis in die 70-er Jahre führte Paul Schmidt gemeinsam mit seinen Söhnen die Firma durch alle Höhen und Tiefen. Zum täglichen Linienverkehr kamen Aufträge für diverse Berufsverkehre. Arbeiter wurden nach Eisenhüttenstadt zum Bau des Eisenhüttenkombinats oder zum Aufbau industrieller Großanlagen befördert. Die Firma Schmidt hatte sich außerdem durch Firmenfahrten, Fahrten für Sportvereine und Gesellschaften einen guten Namen als Busunternehmen erarbeitet. Auch Pannen blieben damals nicht aus, aber von eben diesen wird noch heute erzählt und herzhaft darüber gelacht. 1975, nach dem Tod von Paul Schmidt, übernahm sein Sohn Werner die Leitung des Unternehmens. Auch er hatte mit den strengen Reglementierungen durch die Staatsorgane zu kämpfen. Jede einzelne Fahrt mußte beim damaligen VEB Kraftverkehr beantragt und genehmigt werden. Besonders schwer wurde es mit Beginn der Ölkrise, als es Dieselkraftstoff nur noch auf Marken gab. Sonderfahrten, wie Fahrten für kirchliche Gemeinden und Brigaden wurden rigoros gestrichen. Erst Mitte der 80-er wurden diese strengen Auflagen langsam gelockert. Mit viel Mühen und Einsatzbereitschaft aller Mitarbeiter wurde der Busbetrieb im Laufe der Jahre modernisiert. Gebrauchte Reisebusse der Ikarus-Baureihe 250/255 ersetzten die über 20 Jahre alten Ikarus-Busse 55 (Zigarre). Heute ist es kaum vorstellbar, dass damals auf einen zum Schrott ausgesonderten Ikarus-Bus über 600 Anmeldungen bei der DAZ vorlagen. Im Jahr 1984 machte Erwin Schmidt seinen Busführerschein und unterstützte den elterlichen Betrieb bei der täglichen Arbeit.

1949 Hannomag Holz 1953 Traktor Paul 1989- 2010

Aufbruch in ein neues Reisezeitalter

Die politische Wende war für unser Unternehmen ein Wechselspiel der Gefühle und tägliche Veränderungen stellten uns Tag für Tag vor neuen Herausforderungen. Neben dem Tod von Werner Schmidt lehnten Reisebüros unsere gesamte Arbeit ab. Banken gaben keine Kredite und Armin Schmidt übernahm einen völlig überalterten Busbetrieb. In dieser Zeit erfuhren wir einen unglaublichen Zusammenhalt, es meldeten sich vertraute Gäste und sprachen Ihre Wünsche für Reisen nach Hamburg, Paris oder Rom aus. Wir nutzten diese Chance und es entstand ein eigener Reiseveranstalter, die „Armin-Schmidt-Reisen GmbH & Co. KG“. Mit einem 13 Jahre alten und gebrauchten Reisebus begann „unser persönlicher Vergleichswettbewerb“ mit Unternehmen aus Westberlin und einer nicht enden wollenden Flut an unseriösen Reiseanbietern aus den alten Bundesländern. Rückblickend sind wir unendlich dankbar für die vielen erlebnisreichen, spannenden, turbulenten und sehr schönen Jahre mit einem fantastischen Mitarbeiterteam und den besten treusten Reisegästen, die man sich wünschen kann!
Ein Beweis unserer Arbeit war der Umzug nach Zeesen und das Vertrauen des benachbarten Traditions-Busunternehmen Werner Fröscher, er übergab im Jahr 2004 seine Verkehre mit gutem Gewissen in unsere Hände. Die schnelle Entwicklung und der intensive Ausbau des Reiseverkehrs bestärkte uns in unserer Entscheidung, den über 50 Jahre durchgeführten Linien- und Schülerverkehr im Jahr 2008 an die Regionale Verkehrsgesellschaft des Landkreises Dahme-Spreewald abzugeben.

1949 Hannomag Holz 1953 Traktor Paul 2010- 2020

Vom Busunternehmen zum Reiseveranstalter

Heute, in der Gegenwart, können wir mit vielen Veränderungen aufwarten. Unsere Heimatregion verwandelt sich durch die Erweiterung des Flughafens Berlin stetig. Auch unser Unternehmen vollzog im Jahr 2019 einen großen Schritt in Richtung „Zukunft“. Durch einen ungewollten Nebeneffekt nutzten wir die Chance unseren Markenauftritt nach außen zu „modernisieren“. Wir tauschten, unser seit 28 Jahren verwendetes pinkfarbenes Logo, gegen eine handgeschriebene persönliche Unterschrift. Diese Unterschrift zeigt sich künftig „weltweit“ und unterstreicht unser Engagement. Sie gilt als Versprechen an unsere Gäste, bei dem die Qualität und Verlässlichkeit, genauso wie der persönliche und vertraute Kontakt im Mittelpunkt stehen.

Vielleicht begleiten auch Sie uns ein Stück in unserer Firmengeschichte, wir freuen uns auf Sie, ob als Partner, Reisegast oder Geschäftsfreund.